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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 1.076 mal aufgerufen
 Bahn und Bus in Dresden
dresdenbild Offline




Beiträge: 134

13.04.2008 08:07
Gestern, 12. April in Reick antworten

Hallöchen

Wieder gab es, nach den abgeschlossenen Bauarbeiten im DVB - Objekt Dresden Reick, quasi zur Vorstellung für die Öffentlichkeit einen Tag der offenen Tür. Wie erwartet strömten die Massen und ein anvisiertes Treffen musste ganz einfach scheitern. Macht nix, wird sicherlich noch nachorganisiert. Dennoch einige Fotos meiner Ausbeute. Wie es vorauszusehen war, war das Interessanteste für die zahlreichen Besucher bei diesem Tag der offenen Tür, neben dem Bierstand in der Halle , vor allem der Gleisbau, hob sich doch eine Besichtigung deren Anlagen einmal wohltuend von den üblichen Straßenbahn- und Busgucken ab.

Hier nun einige Fotos:



Eine Menschentraube bei der Vorführung der Gleisbauer (Thermitschweißen).




Während dieser Vorführung. Interessant das Verhalten der Kinder. Der Lärm ist eben nichts für zartbesaitete Ohren, man hält sie sich eben zu.




Interessiert lauschen die Besucher den Erläuterungen im Weichenbau.




Vorführungen an der Gleisfräse.




Der Fräskopf frißt sich zur Bearbeitung in die Gleisrille.




Angerosteter Schienenstahl und blanke Metallspäne.




An der Fräse zur Bearbeitung von Herzstücken.




Staunen an der Gleissäge.




Eine abgeschnittene Schienenscheibe, Begierlichkeit für manch Herz kleiner und großer Kinder. Tja, abgehalfterte Straßenbahnschilder hat ja nun fast wohl jeder. Aber eine Schienenscheibe?




Tja, da musste man noch richtig arbeiten. Das waren noch Drehmaschinen mit echter fachmännischer Dreherarbeit. Keine hochmodernen und störanfälligen Bildschirmarbeitsplätze und Knöpfchendruck und piep piep piep und Kaputt wenn der Span klemmt. Das mag sich wohl dieser älterer Herr sagen. Und vielleicht hat er ja wohl doch ein wenig recht.


Einen schönen Sonntag wünscht euch


Matthias

Gast
Beiträge:

13.04.2008 19:00
#2 RE: Gestern, 12. April in Reick antworten

Das Herzstück wurde nicht auf einer Fräßmaschiene sondern auf einer Waagerecht-Stoßmaschine, im Volksmund Hobelmaschiene genannt, bearbeitet. Der Potytechnische Unterricht ist wohl schon ne Weile her ;-)

Faszinierenderweise werden in Dresden die Kurvenrillen auch auf dieser Maschine hergestellt. Dazu muß während des Laufes des sich eigentlich geradlinig bewegende Meißels der Support bedient werden, also von Hand gekurbelt. Mit dieser im Zeitalter der numerisch gesteuerten Werkzeugmaschienen unvorstellbaren Technologie beliefert man halb Deutschland und gewinnt Ausschreibungen europaweit, z.B. in Barcelona. Alle Achtung!

Mancherorts, nicht so in Dresden, richtet man einfach die Gleisgeometrie so ein, daß im Bereich des Herzstückes ein kurzer gerader Abschnitt vorgesehen wird. Elegant ist das aber wohl nicht.

MfG Ronald Kretzschmar

dresdenbild Offline




Beiträge: 134

14.04.2008 06:45
#3 RE: Gestern, 12. April in Reick antworten

Klar doch, hast recht. Ist mir ganz einfach entfallen. Stichwort UTP. 1970 haben wir im MLK Gewindestangen nachgeschnitten und ab 1972 im Sachsenwerk Toaster montiert. Da war nix mit irgendwelchen Dreh-, Fräs-, oder, wie Du so schön treffend und richtig sagst, Waagerecht - Stoßmaschinen. Aber dunkel kann ich mich daran erinnern. Zumindest beim "Schönen Otto", wie das MKD genannt wurde, und ich meine Lehre als Elektroniker absolvierte, da gab es ja die mechanische Grundausbildung und ich glaube auch da war die volkstümlich so genannte Hobelmaschine im Einsatz. Also Entschuldigung für diesen Fehler.

Einen schönen Montag

Matthias

Gast Offline



Beiträge: 128

14.04.2008 08:14
#4 RE: Gestern, 12. April in Reick antworten

Das die Ausschreibungen gewonnen werden liegt auch am Preis. So erzählte man uns das der Vorteil dieser Maschinen sei, dass sie keine Abschreibung mehr haben.

Gast
Beiträge:

14.04.2008 20:55
#5 Genau zu dem Thema (abgeschriebene Maschinen)... antworten
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